Zum Stück

„Kein Entkommen“ wurde von Gabriele Gierz und Andree Wenzel gemeinsam mit insgesamt ca. 25 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 25 Jahren entwickelt und auf die Bühne gebracht. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen, dem Wirtschaftsgymnasium Gropiusring und der Grone-Schule.

Grundlage für die Tanzperformance war ein Thema, das alle Jugendlichen kennen: der Wunsch, einer Gruppe anzugehören, ohne die eigene Individualität zu verlieren. Eine Gruppe hat feste Regeln – ausgesprochene und unausgesprochene - und definiert sich über bestimmte Strukturen (z.B. Schule). Dieses „kollektive“ Verhalten verbindet, schafft Zugehörigkeit, gibt jedem Mitglied Halt und Sicherheit. Auf der anderen Seite steht der einzelne Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen, der sich ggf. von den Regeln eingeschränkt fühlt und  sich nicht unbedingt einem Gruppenzwang beugen will.
Wie viel Freiheit kann ich mir erlauben, ohne aus der Gruppe auszubrechen? Was ist, wenn ich dabeibleiben will, aber von anderen ausgestoßen werde? Kann ich überhaupt ohne die Gruppe zurechtkommen?
Wer bestimmt, was gemacht wird, was „cool“ ist? Immer wieder geben Einzelne den Ton an, während andere keinen so großen Einfluss haben. Wo ist mein Platz in der Gruppe, in der Gesellschaft? Wie setze ich mich durch?

Mit diesen und anderen Fragen setzten sich die Jugendlichen auseinander und erarbeiten dazu Bewegungsfolgen.

Eine Hamburger Profi-Band begleitete die TänzerInnen mit eigens zum Thema komponierter bzw. zusammengestellter Musik.